Luftbild der Karower Teiche. Zum Vergrößern einfach aufs Bild klicken

Jedesmal, wenn ich Freunde in Schwanebeck besuchen will, fahre ich dran vorbei: Ein Naturschutzgebiet, grad mal 128 ha „groß“: Vier Teiche (Schilfteich, Ententeich, Inselteich, Weidenteich), drumherum Erlenbruchwald, Weidengebüsche, Wiesen, Hecken, Gebüsche, Gräben. Eigentlich erstmal nichts besonderes, wenn man es großräumig betrachtet; das gibt es fast überall in Brandenburg – und meist deutlich großflächiger. Aber: Da gibt es „dummerweise“ eine Landesgrenze, die nicht weit entfernt ist. Die Karower Teiche befinden sich in Berlin; und für Berlin sind 128 ha Naturschutzgebiet eine doch recht große Fläche.

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Uhu

Heute ist mir etwas höchst unwahrscheinliches (=unglaubliches) passiert:

Ich sitze am Rechner und murkel an einem Vortrag über meine Schildkröten herum – und draußen im Hof ruft ein Uhu. Natürlich denke ich mir erstmal nichts dabei. Dass hier in Berlin mittendrin ein Uhu ruft, ist genauso wahrscheinlich wie ein röhrender Hirsch im Mauerpark; denn der Uhu ist auf den Roten Listen des Landes Berlin noch nicht einmal als ausgestorbene Art aufgeführt (OTTO, WITT, 2002).

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Tja, das ist der Lauf der Dinge. Irgendwann erwischt es jede(n), und der Sensenmann erntet seine Frucht.

So geschah es vor ein paar Jahren leider auch einem kleinen Elefanten – “Kiri“. Dem einen oder anderen Rezipienten dieses Textes, sofern deutlich älter als 10 Jahre, könnte das Tierchen bekannt sein. Und zwar aus dem Berliner Zoo, wo der kleine Asiatische Elefantenbulle im Jahr 2000 geboren wurde und leider noch im selbigen Jahr an einer Herpes-Infektion verstarb. Damals war er mindestens so beliebt wie Knut.[1]

Die Präparatoren des Museum für Naturkunde nahmen sich Kiris Leichnam an, um das Tierchen der Nachwelt zu  erhalten, und schickten dessen Haut zu einer renommierten Gerberei, um sie für die Präparation vorzubereiten. Dieser sonst wirklich hervorragenden Gerberei geschah ein bis heute nicht erklärbares Missgeschick: Die Haut löste sich auf – genauer: Die Oberhaut hatte sich von der Unterhaut gelöst und war außerdem stark geschrumpft, weshalb sie eigentlich nicht mehr für die Herstellung einer Dermoplastik geeignet war.

Die  findigen Präparatoren unseres Museums schafften es aber dennoch, Kiri der Öffentlichkeit zu erhalten – knapp 9 Jahre lang konnte Kiri nun im Naturkundemuseum betrachtet werden, zuletzt im Huftiersaal.

Jetzt hat Kiri sich ein zweites Mal vom Berliner Publikum verabschiedet. Seine Haut ist gerissen. Das geschah zwar in den letzten Jahren immer wieder da und dort; gestern aber so stark, dass er nicht mehr dem Publikum gezeigt werden kann. Dennoch wird Kiris Dermoplastik natürlich nicht “verschrottet”, sondern in den Sammlungen des Museums untergebracht.

Hoffentlich kann der “Kleene” ja doch noch irgendwann irgendwie repariert werden…


[1] Das ist der junge graue Eisbär im Berliner Zoo, der weltweit durch Film, Funk und Fernsehen als noch weißer “Wonneproppen” bekannt wurde und inzwischen neben seiner ursprünglichen Farbe und Kleinheit auch ziemlich an Popularität eingebüßt hat

s. auch Textarchiv der Berliner Zeitung

Mein Chelodinenweibchen hat sich endlich dazu durchgerungen, mal wieder befruchtete Eier zu legen. Das ist höchst erfreulich, da es im vergangenen Jahr ewig nicht geklappt hat.

Die oberen Eier sind größtenteils befruchtet. Das erkennt man an den weißen Flecken oder Binden. Die unteren Eier sind vom vorigen Gelege (26.12.09) und haben diese Merkmale nicht

Hoffentlich sind die zu erwartenden Schlüpflinge auch gesund…

Die verschiedenen Postings zum Thema Chelodina mccordi entstammen einer Veröffentlichung in der SACALIA, wurden aber natürlich für diese Internetpräsenz aktualisiert. Es ist mir ein Bedürfnis, den verschiedenen Beteiligten auch an dieser Stelle zu danken.

Und es ist natürlich eine Selbstverständlichkeit, auch hier die verwendeten Quellen für besagten Artikel und mithin der Beiträge auf dieser Internetpräsenz zu nennen.

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