(Hinweis: Die Links der einzelnen Überschriften verweisen auf die einzelnen Post im Blog dieser Internetpräsenz.)

Zur Gefährdung der Art

Chelodina mccordi wurde schon in den 80ern gehandelt, weit vor der Beschreibung dieser Art. Einige Exemplare erreichten per “Vitamin B” auch die (inzwischen) ehemalige DDR. Aber damals hießen sie noch Chelodina novaguinae… Foto: J. LANGULA, 1982

Nachdem man auf Pulau Roti Schlangenhalsschildkröten fand, wurden diese ziemlich lange als isolierte Population von Chelodina novaeguineae angesehen – und gehandelt. Nach ihrer wissenschaftlichen Beschreibung 1994 durch A. RHODIN galten für die Art nicht mehr die indonesischen Schutzbestimmungen, die für C. novaeguineae erlassen wurden. Nach ihrer wissenschaftlichen Beschreibung 1994 durch A. RHODIN galten für sie nicht mehr die indonesischen Schutzbestimmungen, die für C. novaeguineae erlassen wurden. Es setzte ein schwunghafter Han­del mit diesen relativ klein bleibenden Schlangenhalsschildkröten ein, sodass Chelodina mccordi mittlerweile an den Rand der Ausrottung gebracht worden ist (SHEPHERD, IBARRONDO, 2005). Das ist ein bedauerlicher Sachverhalt, der leider oft auch auf andere neu beschriebene Arten zutrifft, da es sich ja um „Raritäten“ handelt (STUART et al., 2006).

Mittlerweile ist aber vor allem der Lebensraumverlust durch Neuanlage von intensiv bewirtschafteten Reisfeldern, Entwässerung und agrochemische Immissionen in die verbliebenen Habitate die Hauptbedrohung für die noch vorhandenen Restbestände. Der kommer­zielle Tierfang ist jedenfalls inzwischen nur noch von untergeordneter Bedeutung (SHEPHERD, IBARRONDO, 2005; MCCORD, JOSEPH-OUNI, HAGEN, 2007).

Die Art wird in den Roten Listen der IUCN als vom Aussterben bedroht geführt und unterliegt den CITES-Bestimmungen (Anhang II); die Ausfuhr aus Indonesien ist mittlerweile zwar mehr oder minder verboten, erfolgt aber (vielleicht) immer noch, wenn auch selten, auf illegalem Wege (SHEPHERD, IBARRONDO, 2005).

Um eine Erhaltungszucht von Chelodina mccordi zu koordinieren, wurde 1991 durch die ESF (European Studbook Foundation) ein Zuchtbuch eingerichtet (Damals noch für Chelodina novaeguineae) (ZWARTEPOORTE, 2005). Meine beiden Tiere sind in diesem aufgeführt. Eine Haltung einzelner Exemplare, „just for fun“ und ohne Aus­sicht auf Nachzucht, lehne ich bei dieser Art aus o.g. Gründen prinzipiell ab.

Verbreitung, Klima, Habitat

Verbreitung von Chelodina mccordi auf Pulau Roti (nach RHODIN et al., 2008; MCCORD et al., 2007). Die meisten dieser Vorkommen dürften allerdings inzwischen erloschen sein

Auf Pulau Roti kommt Chelodina mccordi endemisch als einzige Schildkrötenart vor. Diese Insel ist südwestlich von Timor gelegen und gerade einmal 1.214 km² groß – zum Vergleich: Das entspricht ungefähr der Fläche von Berlin, Potsdam und Brandenburg/H. zusammen.

Chelodina mccordi kommt wohl nur auf dieser kleinen Insel vor

Klimadaten von Pulau Roti sind hier (klick!) zu finden; jedoch sind diese recht lückig. Deshalb habe ich auf die durchaus vergleichbaren Daten von Kupang auf dem benachbarten Timor (Davon existieren sogar Klimadiagramme im Netz!) zurückgegriffen. Anhand dieser Daten und allgemeinklimatischer Zusammenhänge und Satellitenbilder lässt sich einiges über das Klima und die Vegetation von Pulau Roti herleiten.

Monsun ist letztlich auch Passat. Monsune ändern aber im Jahresverlauf ihre Richtung, weil die Erde sich dreht und zwischen den Wendekreisen der Zenitstand der Sonne “wandert”. Deshalb herschen z. B. in der Sahara meist nordöstliche Wind vor, und auf Roti weht der Wind mal aus dem trockenen Australien, mal vom Stillen Ozean. Dann ist dort Regenzeit

Diese Insel ist durch wechselfeuchtes tropisches Monsunklima gekennzeichnet. Dem Zenitstand der Sonne folgend, wechseln sich einmal jährlich eine humide Regenzeit (NW-Monsun) und eine ausgeprägte aride Trockenzeit (SO-Monsun) ab. Letztere fällt mit der (im Mittel!) etwas kühleren Jah­reszeit von Juni bis Oktober zusammen.

Walter-Lieth-Diagramm und Klimatabelle von Kupang. Letztere ist für die Haltung von Chelodina mccordi nicht eben uninteressant

Die Jahresniederschlagsmenge beträgt ca. 1300 mm, was scheinbar zwar viel ist, aber durch die dort herrschenden Temperaturen und die damit verbundenen Verdunstungsraten relativiert wird – mit anderen Worten: Auch die Regenzeit ist im Großen und Ganzen vergleichsweise “trocken” (Man beachte die relativ wenigen Niederschlagstage pro Monat).

Die Niederschläge dürften in der ziemlich kurzen Regenzeit (November bis April, hauptsächlich aber Dezember bis März) in der Regel nachmittags aus hochreichender Konvektionsbewölkung fallen, weshalb sie oft von kurzer Dauer, dann aber ziemlich heftig sind. Und auch während der Regenzeit werden längere Trocken­perioden wohl nicht eben ungewöhnlich sein.

Im Jahresgang sind die Schwankungen der Temperaturen geringer als im Tages­gang (Tageszeitenklima). Diese sind in der Trockenzeit aufgrund der höheren nächtlichen Wärmeabstrahlung am höchsten. Der Trockenzeit folgt eine (kurze) Vorregenzeit mit einem spürbaren Anstieg der Temperaturen und der relativen Luftfeuchte. Dabei nehmen die Temperaturschwankungen allmählich ab. Während der Regenzeit sind diese am geringsten, die relative Luftfeuchte am höchsten. Gelegentlich können Zyklonen auftreten, die durch ihre enorme Zerstörungskraft auch Schildkrötenhabitate nachhaltig verändern können.

Tages- und Nachtlänge betragen um die 12 Stunden und schwanken im Jahresgang aufgrund der Nähe zum Äquator unerheblich.

Über die Vegetation von Pulau Roti, insbesondere der Habitate von Chelodina mccordi, konnten bisher keine exakten Daten ermittelt werden. Aber auch hier können anhand von Klimadaten, Satellitenbilder und weniger Habitatfotos durchaus Rückschlüsse gezogen werden.

Ursprünglich dürfte die Insel je nach Höhenlage und Expo­si­tion zur vorherrschen­den Windrichtung von mehr oder minder trockenen Monsunwäldern bewachsen gewesen sein. Satellitenaufnahmen zeigen, dass davon nur noch Reste vorhanden sind, die sich insbesondere auf wahrscheinlich nur schlecht zur landwirtschaftlichen Nutzung geeignete unzugängliche Flächen beschränken (Steilhänge!). Diese übrig gebliebenen Wälder sind durch verschiedene Nutzungen offensichtlich degradiert und einer mehr savannenartigen Landschaft gewichen, was sich auch leider in vielen anderen tropischen Waldgebieten beobachten lässt.

Satellitenbild eines kleinen Sees aus dem Südwesten der Insel. Gut zu erkennen sind die Reisfelder, die sich auf das ehemalige flache NO-Ufer des Sees erstrecken, die roten Böden und die aufgelockerte, savannenartige Vegetation

Die auf Satellitenaufnahmen auffallenden roten Böden (Latosole) deuten auf eine für tropische Gebiete typische, humusarme tonreiche oberste Bodenschicht hin. Dadurch sind vegetationsarme und -freie Flächen sehr erosionsgefährdet. Da sie zum Einsetzen der Regenzeit dem Niederschlagswasser (Starkregen!) einen hohen Benetzungswiderstand entgegensetzen, fließt das Wasser schnell ab und transportiert die tonigen Bodenpartikel in die Oberflächengewässer, welche dadurch verschlammen und verflachen bzw. in ihrer Fließgeschwindigkeit herab gesetzt werden. Der in Senken abgelagerte, dichte, sauerstoffarme und in den Trockenzeiten zu Schrumpfungen neigende Schlamm bietet nur wenigen angepassten Pflanzenarten (meist Gräsern) die Möglichkeit, solche Flächen zu besiedeln.

Eins der wenigen Habitatfotos, die im “worldwideweb” gefunden werden konnten. Es handelt sich mit Sicherheit um einen Galeriewald zur Trockenzeit – nicht zu übersehen sind die Hochwassermarken an den Bäumen (Foto: SHEPERD, 2006)

Auffällig sind galerie- und uferwaldartige Strukturen entlang der Flüsse und Seeufer. Solche Wälder sind durch mittlere Höhen, wenig geschlossenes Kronendach, Anpassungen an unterschiedliche Wasserstände (z.B. Atem- und Stelzwurzeln) und dichten, teilweise undurchdringlichen Unterwuchs gekennzeichnet. Durch die Be schattung ist eine dichte, lichtbedürftige Hydrophytenvegetation nur an vereinzelten Stellen zu finden, zumal eine Ansiedlung derselben durch regelmäßiges Trocken fallen erschwert wird.

Durch das trockene Klima und die damit verbundenen beschränkten Wasserressourcen sind nur sehr wenige Feuchtgebiete auf Pulau Roti vorhanden. RHODIN et al. (2004, zit. bei SHEPHERD, IBARRONDO, 2005) schätzen, dass das ursprüngliche Verbreitungsgebiet auf der Insel deswegen ohnehin weniger als 100 km² betragen hat. Diese wenigen, ohnehin durch abnehmende Niederschlagsmengen schrumpfenden Feuchtgebiete werden größtenteils durch landwirtschaftliche Nutzungen stark in Mitleidenschaft gezogen (s. Abb. 4), sodass für Chelodina mccordi nur noch sehr wenige Lebensräume zur Verfügung stehen (SHEPHERD, IBARRONDO, 2005).

So kommt Chelodina mccordi auf Pulau Roti in mehreren, allerdings sehr kleinen Populationen vor. Wahrscheinlich ausgerottet ist die Art in den Feuchtgebieten des zentralen Hochplateaus der Insel; andere, isolierte Vorkommen sind von den südwest- und nordöstlichen Tiefländern bekannt. Die Art bewohnt hier stehende und langsam fließende, eutrophe, schlammige Flachgewässer; vor allem Reisfelder, aber auch Sümpfe, Tümpel und Seen (SHEPHERD, IBARRONDO, 2005).

Kleingewässer in einem Reisfeld auf Pulau Roti (Foto: Clay C. Trainum)

Aufgrund des Klimas ist davon auszugehen, dass viele dieser Gewässer saisonal austrocknen (MCCORD, JOSEPH-OUNI, HAGEN, 2007). Demzufolge dürfte C. mccordi auch (fakultativ) eine Trockenruhe halten.

Beschreibung

Da ich nach dem Erwerb meiner Tiere mit der Artzuordnung äußerst unsicher war, sollen hier im Folgenden die wichtigsten äußeren Bestimmungsmerkmale der Art dargestellt werden (vgl. RHODIN, 1994; RHODIN et al., 2008).

Nomenklatur der Beschilderung (nach CANN, 1998). Beim abgebildeten Tier handelt es sich um mein Männchen. Man beachte die auf der linken Körperseite fehlende Costale 5. Deutlich zu sehen ist der im Bereich der 3. bis 7. Marginalen aufgebogene Panzerrand

Carapax:

N … Nuchale

V … Vertebrale

C … Costale

M … Marginale

S … Supracaudale

Plastron:

G … Gulare

F … Femorale

V … Vertebrale

H … Humerale

An … Anale

C … Costale

I … Intergulare

M … Marginale

P … Pectorale

S … Supracaudale

A … Abdominale

Größe und Geschlechtsunterschiede

Die Carapaxlänge beträgt um die 20 cm, alte Exemplare können 24 cm erreichen. Die Carapaxlängen meiner beiden Tiere betragen 18 cm (♀) und 15,5 cm (♂).

Die Männchen sind im Allgemeinen etwas kleiner als die Weibchen; wie bei den meisten Schildkrötenarten ist der Schwanz des Männchens länger und die Kloake deutlich von der Schwanzwurzel entfernt. Allerdings muss angemerkt werden, dass die Schwänze bei Chelodinen im Allgemeinen nicht besonders lang geraten sind. Lange suchte ich (und suche noch immer!) nach einem zweiten Weibchen und bekam recht oft Männchen als vermeintliche Weibchen angeboten.

Links das Männchen, rechts das Weibchen meines Zuchtpaars in Ventralansicht. Neben den oben beschrieben Unterschieden ist die größere Ausbuchtung zwischen den beiden Analen für die Männchen typisch

Carapax

Der Carapax adulter Individuen ist hell- bis schwarzbraun gefärbt und im All­gemeinen glattrandig, eiförmig und etwas runzelig. Bei großen Exemplaren ist der Carapax mäßig hoch, bei kleineren Individuen flacher. Seine Breite beträgt etwa 78% der Länge. Die breiteste Stelle ist auf Höhe der 6. und 7. Marginalen.

Die 4. bis 7., oft auch die 3. bis 8. Marginalschilde sind am lateralen Rande mäßig aufgebogen, ein bisschen weniger bei kleineren Individuen. Die 6. bis 8. Marginalen sind leicht verbreitert.

Die Supracaudalschilde bilden eine mäßig dachförmige Wölbung, die angrenzenden 11. Marginalschilde sind leicht konkav gewölbt.

Die Vertrebralschilde tragen keine Kiele, Höcker oder Buckel. Bei großen Weibchen sind sie abgeflacht bis flach konkav, bei Männchen oder kleineren Weibchen sanft konvex gewölbt. Das 1. Vertebralschild ist am breitesten, in abnehmender Breite folgen die 2., 3., 5. und 4. Vertebrale.

Die Größenverhältnisse zwischen Marginalschild 1 und 2 sind i. d. R. sehr ausge­prägt, das 1. ist entlang der Grenze zum 1. Vertebral- und 1. Costalschild viel schmaler als das 2. Marginalschild, was bislang wohl als eines der wichtigsten Bestimmungsmerkmale der Art angesehen wurde (O. Römpp, schriftl. Mitt.). Die Breite des 1. ist i. d. R. um die Hälfte kleiner als die des 2. Marginalschildes (- Allerdings ist die Beschilderung vieler Individuen oft abweichend. Demzufolge können sich solche Größenverhältnisse ändern).

Plastron

Das Plastron ist beige bis gelblich, die Nähte zwischen den Schilden sind dunkel gefärbt. Die in der Jugend auftretende unregelmäßige Fleckenzeichnung des Plastrons und der Marginalschilde verblasst mit zunehmendem Alter. Die Breite des Plastrons beträgt rund 60 % seiner Länge. Der vordere Plastronlobus ist breiter als der hintere und erreicht, von unten gesehen, nicht die caudale Grenze der ventralen Marginalen. Ähnlich wie bei C. pritchardi ist er am posterial gelegenen Ende der Humeralschilde leicht verbreitert.

Das Intergularschild ist breit, lang und erreicht nicht den Rand des Plastrons.

Zwischen den beiden Analschilden ist der Plastronlobus mäßig eingekerbt, ein unterschied zwischen den Geschlechtern besteht hierbei nicht.

Die Formel für die medianen Längen der Plastralschilde ist:

Intergulare > Anale ≥ Abdominale > Femorale > Pectorale > Gulare

Kopf, Hals, Extremitäten

Der Kopf ist relativ breit und unter den Arten der Artengruppe „A“ (umfasst die einander recht ähnlichen Arten Chelodina longicollis, C. mccordi, C. novaeguineae, C. pritchardi und C. steindachneri; nach GOODE, 1967 u. BURBIDGE et al., 1974, zit. in RHODIN, 1994) am kräftigsten gebaut. Die Augen sitzen an dessen Oberseite und bewirken einen froschartigen „Gesichtsausdruck“; die wenig spitze Nase unterstreicht diesen Eindruck noch. Unterhalb des Kinns befinden sich zwei kurze Barteln. Der Hals ist 60-70% so lang wie der Carapax und mit nicht allzu kräftigen Tuberkeln übersäht.

Oberseits sind Kopf, Hals und die Extremitäten grau bis grauschwarz, unterseits weißlich gefärbt.

Unterschiede zu anderen Arten der Artengruppe „A“

  • Der Carapax ist bei C. mccordi etwas schmaler als bei C. pritchardi, aber deutlich breiter als bei C. novaeguineae.
  • Bei C. pritchardi sind 1. und 2. Marginale in etwa gleich breit oder ein bisschen breiter, bei C. novaeguineae ist das 1. Marginalschild etwa 20 % kleiner. Eine Aufbiegung der Marginalen ist bei C. pritchardi kaum, bei C. novaeguineae nicht vorhanden.
  • Bei C. mccordi ist die Breite des Plastrons, verglichen mit der Plastronlänge, unter den Vertretern der Artengruppe „A“ am kleinsten.
  • Mediane Längen der Plastralschilde

- bei C. novaeguineae: Pectorale > Femorale oder Femorale > Pectorale

- bei C. pritchardi: Pectorale ≥ Femorale

  • Weitere äußere Unterschiede sind in der nachfolgenden Tabelle zusammen­gestellt (nach RHODIN, 1994):

Über die Systematik der Art

Vorbemerkungen

Zu diesem Thema habe ich mich bisher (schon aus Zeitgründen) nicht soooo tiefgreifend einarbeiten können, erlaube mir aber trotzdem an dieser Stelle einerseits die wichtigsten Informationen der mir bisher zugänglichen Veröffentlichungen kurz vorzustellen – und sie andererseits, meiner bescheidenen Ansicht nach, auch zu kommentieren.

Die Systematik der Schlangenhalsschildkröten (Chelodina) und auch vieler anderer Schildkrötengattungen des indo-australischen Raumes ist nicht zuletzt aufgrund ihrer hohen, auch innerartlichen Diversität immer wieder Änderungen unterworfen. „Vertraute“ Taxa werden in Unterarten aufgegliedert, neue Arten ausgegliedert, manchmal wieder verworfen oder vielleicht (vor)erst gar nicht anerkannt.

Vielleicht ist es in diesem Zusammenhange nicht eben uninteressant, wie die Beschreibung einer neuen Art (oder meinetwegen auch Unterart) zustande kommt. Entscheidend ist zuvorderst: Wer zuerst kommt, malt zuerst.

Depunkthapunktdoppelpunkt – wer zuerst nach international festgelegten Regeln die Beschreibung irgendeines Lebewesen veröffentlicht hat, dessen Name erscheint in jeder guten Publikation in Kapitälchen (oder wie hier, aus technischen Gründen, in Majuskeln) nebst Jahreszahl der Artbeschreibung hinter dem betreffenden Artnamen. Das darf aber nicht verwechselt werden mit einem Epitheton zu Ehren irgendeiner Person. Bei Chelodina mccordi RHODIN 1994 ist „Chelodina“ die Gattung, „mccordi“ das Artepitheton (zu Ehren William P. McCords) – beschrieben hat die Art aber der dem Herrn McCord damals vielleicht freundschaftlich verbundene Anders G. Rhodin. Nun ist es nicht nur schön, seinen Namen hinter irgendwelchen international genutzten Begriffen zu lesen, sondern das gibt auch ordentlich Reputation. Wer als Wissenschaftler ordentlich viel veröffentlicht, kommt besser an irgendwelche (Forschungs-)Gelder. Dabei kann es durchaus zu gewissen Konflikten mit der „Reinheit der Forschung“ kommen; im Tagesspiegel (und übrigens auch in der ZEIT) fand sich vor kurzem ein schöner Artikel zu diesem Thema. Ich zitiere mal diesen Absatz:

„Wenn ein Wissenschaftler die Ergebnisse seiner Arbeit veröffentlicht, sollte das eigentlich ein Höhepunkt seines Schaffens sein: Ein bahnbrechendes Werk erscheint, das die Sicht auf sein Fach verändert. Doch nicht selten ist es heute andersherum. Forscher veröffentlichen einen kurzen Aufsatz nach dem anderen und recyceln ihre Ergebnisse darin gleich mehrfach. Sie sehen sich dazu gezwungen, möglichst viele Schriften auf den Markt zu werfen: Denn bei Anträgen für Forschungsmittel hat der Wissenschaftler bessere Chancen, der die längste Publikationsliste aufweisen kann. Auch auf eine Professur wird nur derjenige berufen, dessen Schriftenverzeichnis äußerst umfangreich ist. Zuweilen erfinden Forscher sogar Titel, um ihr Werk aufzupeppen.“

Zurück zu unserer Schlangenhalsschildkröte: Chelodina mccordi ist nun eine der vielen indo-australischen Schildkrötenarten – und „Ottonormalverbraucher“ findet sich plötzlich in einem kleinen taxonomischen Wirrwarr wieder… Denn es ist bekannt, dass zwei unterschiedliche geografische Formen von Chelodina mccordi auf Pulau Roti existieren. Außerdem fand sich immer wieder auch die Fundortangabe „Timor“ auf der einen oder anderen Schildkrötenlieferung der Tierhändler (- leider sind Wissenschaftler auch auf solche Daten immer wieder angewiesen).

Daraus entstand ein veritabler Art- und Unterartbeschreibungskrimi zwischen zwei nunmehr mehr oder minder „verfeindeten“ Wissenschaftlerteams, welcher mir von einem sehr gut informierten Gewährsmann auf einem Schildkrötenzüchtertreffen der DGHT recht lebhaft geschildert wurde.

Inzwischen gibt es drei beschriebene Taxa aus der Chelodina-mccordi-Ecke: die Nominatform Chelodina mccordi mccordi aus dem Südwesten Pulau Rotis, die Unterart Chelodina m. roteensis MCCORD 2007 und vom benachbarten (östlichen) Timor hat man gleich eine neue Art beschrieben – Chelodina timorensis . Alle sind „Gott sei Dank“ schon so „abgefischt“, dass sich m. E. ein Gewinn bringender Handel kaum noch lohnen dürfte; aber es ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr, da dieser Population wegen möglicherweise zu erzielender hoher „Liebhaber“preise das Schicksal der Ausrottung drohen könnte (BIDMON, 2007; vgl. KUCHLING et al. 2007, RHODIN et al. 2008 u. MCCORD et. al. 2007).

Trotz all dieser Querelen erscheint es mir sinnvoll, die wichtigsten Merkmale der drei Taxa im Folgenden aufzulisten:

Beschreibung der Arten und Unterarten

(Zur Nomenklatur der Beschilderung s. Chelodina mccordi – Beschreibung)

Chelodina mccordi

  • Marginale 1 (am Innenrand) kürzer als Marginale 2
  • Ventrale 5 ist kürzer als breit
  • Nähte zwischen Humeralen und Intergularen sind kürzer als die Nähte zwischen Gularen und Intergularen
  • (bei Jungtieren: Carapaxrand zwischen 4. und 7. Marginale nach oben gewölbt)
  • 18 untersuchte Individuen, Veröffentlichung (Breviora) auf 31 S.

Chelodina mccordi roteensis

  • Marginale 1 (am Innenrand) kürzer als Marginale 2
  • Ventrale 5 ist kürzer als breit
  • Nähte zwischen Humeralen und Intergularen sind kürzer als die Nähte zwischen Gularen und Intergularen
  • (bei Jungtieren: Carapaxrand zwischen 4. und 7. Marginale nach oben gewölbt)
  • Nähte zwischen Pectorale und Abdominale treffen auf die Marginale 5
  • die ventrale Marginale 6 erreicht und bildet einen Teil der Grenze der inguinalen Einbuchtung
  • lediglich 2 untersuchte Individuen, Veröffentlichung (Reptilia) auf 4 S.

Chelodina timorensis:

  • Marginale 1 (am Innenrand) kürzer als Marginale 2
  • Ventrale 5 ist länger als breit
  • Nähte zwischen Humeralen und Intergularen sind länger als die Nähte zwischen Gularen und Intergularen
  • (bei Jungtieren: Carapaxrand zwischen 4. und 7. Marginale nach unten gewölbt)
  • lediglich 3 untersuchte Individuen, Veröffentlichung (Reptilia) auf 5 S.

Kritik

Sowohl Ch. m. roteensis als auch Ch. timorensis sind formell (salopp: „vorsichtshalber“) beschrieben worden.

Die Datenlage ist jedoch mit jeweils 2 bzw. 3 beschriebenen Exemplaren äußerst dünn; es drängt sich der Gedanke auf, dass die entsprechenden Wissenschaftler mal eben „vorsichtshalber“ irgendwas in der Hoffnung geschrieben haben, dass hinter irgendeinem Taxon mal irgendwann ihre Namen verewigt sind. Und – diese Bemerkung sei mir gestattet: Was nutzt eine „formelle Beschreibung“?! Entweder richtig oder gar, meine ich – diese formellen Beschreibungen sind m. E. ziemlich unseriös! Die zwei oder drei Typen, die für die jeweilige Beschreibung herhalten mussten, reichen rein statistisch nicht aus; da die beschriebenen Merkmale innerartlich doch recht variabel sein können.

Besagter Gewährsmann sagte mir, dass genug Exemplare „da“ wären, aber eben beim Wissenschaftler der „Gegenpartei“. – Toll. Das hilft aber niemandem weiter. Wir haben es wohl mit einer Ladung verletzter Eitelkeiten und dergleichen zu tun. Die einen haben die nötige Schildkrötengrundgesamtheit, die anderen verfassten eine eigentlich unseriöse Beschreibung aufgrund zu weniger Exemplare in der Hoffnung, dass später mal genug Material da ist, ihre Art- und Unterartbeschreibungen auf eine breitere Datenbasis stellen zu können und somit ihre Erkenntnisse zu bestätigen. Kurz: Eine blöde Situation: Der eine hat „formell“ beschrieben, der andere kam zu spät und gnatzt. Er könnte zwar die Beschreibung sowohl der Unterart als auch der neuen Art in einer entsprechenden Veröffentlichung verfeinern, hätte aber nichts davon, da ja schon ein anderer Name hinter der Artbezeichnung steht. Und obendrein würde er den ungeliebten Konkurrenten bestätigen (Aber Ehre wem Ehre gebührt: Offensichtlich hat die eine Partei die Ergebnisse der anderen inzwischen mehr oder minder anerkannt. – Ich verzichte hier ausnahmsweise auf Quellenangaben, um keine der beiden Parteien irgendwie zu diskreditieren. Wer nähere Informationen wünscht, möge die entsprechenden Veröffentlichungen lesen, sich ein eigenes Urteil bilden und mir per „comment“ eine entsprechende Kritik schreiben…)

Haltungsbedingungen

Die lebhaften Tiere sind wegen ihres neugierigen und … naja… freundlichen Wesens unkomplizierter als so manche häufiger gehaltene Schildkrötenart. Eine Haltung “just for fun” verbietet sich aber aufgrund der Gefährdung der Art

Meine ersten drei Tiere erstand ich zufällig in meiner „Lieblingszoohandlung“ als „Kommis­sionsware“. Es handelt sich wohl um Nachzuchten aus dem Frankfurter Raum. Eins der beiden Männchen gab ich aus (zwischenzeitlicher) Platznot ab; es verstarb leider nach einem dreiviertel Jahr bei seinem neuen Besitzer. Ein weiteres Männchen erwarb ich über einer Internet­annonce, musste es aber abgeben, da es vorher in einem deutlich zu kleinen Becken gehalten wurde und mit den neuen, vergleichsweise großzügigen Bedingungen „nicht klar kam“. Es planschte ständig an den Scheiben entlang, was den Hausfrieden aufgrund der damit verbundenen Geräuschentwicklung erheblich störte.

Zwar ist das Männchen das ganze Jahr über paarungsbereit, dennoch wurden „echte Beißereien“ unter den Tieren, egal in welcher Vergesellschaftung, bisher nicht beobachtet – was nicht heißen soll, dass sich die Tiere gelegentlich etwas „zwacken“. Auch scheues, zurückgezogenes Verhalten, panische Fluchtreaktionen und andere weniger signifikant stressbedingte Verhaltens­änderungen (vgl. MARAN, COUTARD, 2003) konnte ich bei meinen Tieren bis heute ebenfalls nicht feststellen.

Oben das „Männchenbecken“ mit zwei Nachzuchten, die darin bis zur Abgabe weilen, unten das Weibchenbecken mit meinem Zuchtpaar. Es steht im Bad

Meine Tiere halte ich nunmehr in einem 120 x 70 x 50 – („Weibchenbecken”) und einem 150 x 50 x 50 – cm-(„Männchen)Becken. Diese sind mit unterschwimmbaren Ei­ablageplätzen (40 x 25 x 15 cm) aus­gestattet; das Substrat ist ein Gemisch aus feinen Kokosfasern und anlehmigem (Buddel­kasten-)Sand. Verschie­dene Hölzer und Steine strukturieren die Becken und dienen teilweise als Aufstieg zu den Land­tei­len bzw. zur Wasserober­fläche. Die Eiablage­plätze sind mit Scindap­sus bepflanzt, dessen ins Wasser hängende Triebe durchaus attraktive Ad­ventivwurzeln bilden kön­nen und (in sicherlich be­schränktem Maße) Nitra­te binden.

Um den Schwimmraum nicht zusätzlich einzuengen, habe ich bisher auf Bodengrund verzichtet.

Das Wasser wird durch Außenfilter mit Filterschwämmen und Torf oder Kokosfaser gefiltert (Der Torf wird übrigens nach und nach aus Gründen der Nachhaltigkeit durch Kokosfaser ersetzt). Die durch Filtertorf, Kokosfaser und den Hölzern ins Wasser abgegebenen Huminstoffe senken den pH-Wert des Wassers, beugen dadurch Pilzbefall vor und erübrigen m. E. Experimente mit Schwarzem Tee oder dergleichen. Um die Standzeit der Filter zu erhöhen, verwende ich mit gutem Erfolg einen Vorfilter, der recht einfach zu reinigen ist.

Die Wassertemperaturen betragen im Sommer 26-28° C (an sehr warmen Tagen auch darüber, da sich unsere Wohnung zum größten Teil direkt über dem kaum isolierten Heizungskeller befindet). Die Lufttemperaturen liegen i.d.R. um 2-3°C darüber. Durch Abschalten von Heizung und Beleuchtung erfolgt ein nächtlicher Temperaturrückgang der Lufttemperaturen um ca. 5°C.; die des Wassers geht kaum zurück.

Das Weibchenbecken wird mit einer 70-W-HQI beleuchtet, die auch den Sonnenplatz auf 42 °C erwärmt. Ähnliches gilt für das Männchenbecken, nur dass es hier eine Lucky Reptile Bright Sun (70 W) ist, die den Sonnenplatz erwärmt.

Entsprechend der tropischen Verbreitung von C. mccordi wird auf eine Winterruhe verzichtet. Lediglich die Tageslänge wird in den Wintermonaten um zwei Stunden verkürzt, die Wassertemperaturen werden auf 25 °C und der Wasserspiegel um 10 cm gesenkt (“Trockenruhe“).

Da meine Tiere über das Futter mit Vitamin D3 versorgt wurden (Korvimin ZVT®), ver­zichtete ich bisher auf eine UV-Bestrahlung, zumal ich in der ersten Zeit nur ein einziges Mal feststellen konnte, dass sich ein Tier sonnte (Es handelte sich um das Weibchen, das kurz vor der Eiablage stand.).

Nach verschiedentlichen Hinweisen über sich sonnende C. mccordi installierte ich zur UV-Licht-Versorgung Osram-Ultra-Vitalux-Lampen, die täglich 30 Minuten zur Mittagszeit brennen (Diese wird demnächst durch eine “Bright-Sun”-Lampe ausgetauscht – s. o.). Das hat neben der Erhöhung des allgemeinen Wohlbefindens den Vorteil, dass die Tiere selbst ihren Vitamin-D3-Haushalt regeln können.

Die Art gilt als karnivor. Allerdings scheint das nicht 100%ig zuzutreffen, da meine drei Exemplare, kaum dass sie in ihr Becken gesetzt wurden, eine prachtvoll entwickelte Cryptocoryne aponogetifolia innerhalb von nicht einmal zwei Stunden mit Stumpf und Stiel verspeisten (s. Abb.).

Ein Foto von „anno dunnemals“. Vor vielleicht einer Stunde haben die Tierchen ihr neues Zuhause bezogen. Das Grün im Gastronomie-Marmeladentopf in der Bildmitte ist eine zur Hälfte herunter gefressene Cryptocorine. Die kleinen Racker haben sich wenig später sogar die Wurzeln schmecken lassen…

Das Füttern an sich gestaltet sich wegen der Gier der Tiere als nicht eben einfach. Es war nicht einmal ein Tag seit ihrem Einzug verstrichen – schon waren sie sofort zur Stelle, wenn sich jemand dem Aquarium näherte. Da sie mit gereckten Hälsen nach Futter betteln und dabei sich schwimmend halb aus dem Wasser heben, muss ich alles Futter entweder fein säuberlich von der Pinzette in die Mäuler stopfen oder (was ich bevorzuge) „heimlich“ füttern, d.h. im Vorbeigehen schnell die entsprechende Futterportion in das Becken werfen. Sonst schwimmen die Tiere sofort zur Frontscheibe und wirbeln durch ihre intensiven Schwimmbewegungen alles Futter unter die Dekorationsmaterialien, wo es möglicherweise nicht von ihnen gefunden oder erreicht werden kann.

Die (erwachsenen) Tiere sind sehr gefräßig und wahrlich keine Kost­verächter. Verfüttert werden (Was­ser-) Gehäuseschnecken, unge­schälte Grön­land­crevetten, Süßwasser­schnec­ken- und Miesmuschelfleisch, Insekten und Insekten­larven und Regenwürmer (Miesmuschelfleisch und Grönlandcrevetten werden vor dem Verfüttern bzw. der Verarbeitung gründlich gewässert, da sie sehr viel Salz enthalten.). Selbst die beim „Krabbenpulen“ anfallen­den wenig gehaltvollen Thoraxe der Grönlandcrevetten (die übrigens auch nicht eben klein sind) werden gierig ver­schlungen und auch vollständig verdaut. Die Futterbrocken sind nicht größer als das Maul, da die Art nur schlecht „abbeißen“ kann (Saugschnapper!).

Gelegentlich werden mehr oder weniger aus­gewachsene Apfelschnecken verfüt­tert. Deren Gehäuse können zwar von den Tieren nicht oder nur schlecht geknackt werden, dennoch werden sie nach und nach verspeist: Wenn die Schnecke ihren Körper aus dem Gehäuse schiebt, beißt die Schildkröte zu und zieht unter kraftvollen Bewegun­gen den Körper der Schnecke aus dem Gehäuse. Dabei ist das „Talent“ der einzelnen Individuen… naja… unterschied­lich.

Chelodinen sind Saugschnapper – hier ein mehr oder minder gelungener Schnappschuss. Es gibt auch einen kleinen Videofilm (dazu aufs Bild klicken!)

Da die Art von Hause aus ein hervorragender Fischfänger und -fresser ist, reiche ich nach Möglichkeit auch lebende Fische (meist Guppys) und Marmorkrebse. Diese werden durch geschicktes Saugschnappen erbeutet. Ansonsten werden auch aufgetaute Stinte und andere kleine Fische, die Freunde gelegentlich vom Angeln mitbringen (meist Ukeleie), verfüttert.

Zur zusätzlichen Kalziumversorgung ins Becken gegebene Sepiaschulpe oder Eierschalen wurden ignoriert. Dagegen „knabbern“ die Tiere regelmäßig an alten Schneckenhäusern.

Zu ungefähr 75 % der Nahrung jedoch wird Futterpudding gereicht.

Gefüttert wird zu unterschiedlichen Tageszeiten (um eine Gewöhnung an bestimmte Futterzeiten zu vermeiden), zwei- bis dreimal die Woche, gelegentlich auch weniger oft, dafür dann aber größere Portionen. Während der Trächtigkeit wird dem Weibchen täglich Futter gereicht.

Gelegentliche Futterengpässe wurden auch mal mit Welpenpellets oder Katzenfutter überbrückt, erstere aber nur ungern von den Tieren angenommen…

Krankheiten

Prinzipiell gilt: Eigenes Herumexperimentieren führt selten zum Erfolg. Ist ein Tier krank, muss es einem schildkrötenerfahrenen Tierarzt vorgestellt werden!

Die Schlüpflingen gelten als anfällig für Pseudomonadeninfektionen, wogegen mit gutem Erfolg dem Wasser Milchsäure (5 ml/l) zugesetzt wurde. Das Wasser muss dann aber täglich gewechselt werden (FONTIJNE, mündl. u. schriftl. Mitt.). Des Weiteren neigen sie zu Rachitis, weshalb sehr auf eine ausgewogene mineralstoff- und vitaminreiche Ernährung (vgl. auch hier) zu achten ist.

Solche Verletzungen geschehen gelegentlich, wenn die Tiere zur Paarung zusammen gesetzt werden (Kopfoberseite des Männchens)

Bei meinen Adulti sind bisher bis auf kleinere Blessuren, die meist während des doch gelegentlich etwas ruppigen Miteinanders während der Paarung geschehen, keine Krankheiten aufgetreten (s. Abb.).

Abheilen einer Zehe nach 5 Wochen

Vor kurzem hatte sich jedoch das Weibchen an einem vorderen Zeh verletzt, was nicht wie üblich von selbst abheilte. Ich musste es dem Tierarzt vorstellen, der das durchaus probate Panolog verordnete – die Wunde war bakteriell infiziert und nekrotisch. Nun musste das Tier (es war hochträchtig!) täglich zweimal aus dem Becken genommen werden; es musste etwas abtrocknen und die Wunde mit der Salbe bestrichen werden. Die Salbe braucht auch etwas Einwirkzeit, weshalb ich das Tier nicht gleich ins Becken zurücksetzen konnte. Dabei entsteht Stress – logisch! Stress ist aber nicht gut, wenn das Weibchen trächtig ist, es könnte die Eier „übertragen“ (also so lange im Körper behalten, biss die Schale zu dick wird und der Embryo nicht mehr atmen oder die dicke Schale nicht mehr durchbrechen kann). Oder (noch schlimmer) eine Legenot bekommen. Deswegen brach ich bald die Behandlung ab und ging dazu über, die Wunde mit Propolis zu behandeln, da dieses Mittel nicht wasserlöslich ist. Inzwischen heilt die Verletzung gut ab.

Panzerläson des Weibchens. Das Tier hatte sich gehäutet, weshalb seine noch weiche Carapaxoberfläche durch die Krallen des aufreitenden Männchens verletzt werden konnte und wurde

In diesem Zusammenhang muss ich auch erwähnen, dass sich ein aus Platzgründen abgegebenes Männchen bei dem dortigen Halter mit einer Knochentuberkulose infizierte. Es wurde anfangs erfolgreich mit zwei Nifurpirinol-Derivaten behandelt (Sera® und JBL®); das Tier fraß wieder, sonnte sich regelmäßig und ausgiebig, und die Bildung von neuem Kallusgewebe konnte beobachtet werden. Nach anfänglicher Besserung über mehrere Monate hinweg (mit sichtbarer Abheilung der krankhaften Stellen) verschlechterte sich jedoch der Allgemeinzustand des Tieres plötzlich rapide, und es verstarb.

Knochentuberkulose eines männlichen Tieres

Nachzucht

Paarung

Zur Paarung werden einmal im Monat für ein paar Tage die beiden Tiere zusammengesetzt. Eine erfolgreiche Paarung konnte ich zwar bisher noch nicht beobachten, wohl aber das Paarungsverhalten: Das Männchen nähert sich mit ausgestrecktem Hals unter ruckartigem Kopfnicken (ca. 1x pro Sekunde) dem Weibchen, welches bald beginnt, ebenfalls mit dem Kopf zu nicken.

Das sieht zwar recht romantisch aus, es handelt sich aber nicht um eine Paarung, sondern mein Zuchtpaar beim Betteln. (Nach Anklicken des Bildes läuft ein kurzes Video, welches das typische Kopfnicken zum Paarungsbeginn zeigt)

Dann reitet das Männchen auf und versucht, seinen Penis in die Kloake des Weibchens einzuführen. Dabei pendelt es mit dem Hals horizontal hin und her, reißt das Maul auf und dehnt den Schlund, was in Allem einen recht orgiastischen Eindruck beim unbefangenen Beobachter hinterlässt. Ein Verbeißen in den Hals des Weibchens (MARAN, COUTARD, 2003) konnte ich bisher nur einmal (kurz) beobachten.

Weibchen beim Sonnen – ein sicheres Zeichen, dass es trächtig ist und spätestens nach ein bis zwei Wochen Eier legen wird. Sollte das nicht geschehen, stimmt irgendwas mit dem Eiablageplatz nicht – meist ist die Substrattiefe nicht ausreichend oder das Männchen noch im Becken

Eiablage

Die Eiablage erfolgte bei meinem Weibchen bisher ungefähr alle 6 – 7 Wochen von Juni bis September und Dezember bis März, in der Regel nachts. Vorher unternimmt es einige „Probebohrungen“. Nur wenn das Substrat höher als 14 cm aufgefüllt und auch feucht genug ist (auch wenn das Weibchen beim Graben das Substrat mit Wasser aus der Analblase anfeuchtet), kommt es zur Eiablage. Sind die Bedingungen des Eiablageplatzes nicht ausreichend, legt das Weibchen die Eier ins Wasser (im besten Falle; anderenfalls droht Legenot!) und verspeist sie dann anschließend umgehend.

Eiablage (Juli 2007). Dabei wird das Substrat mit reichlich Wasser aus den Analblasen befeuchtet

Die Gelegegröße schwankte bisher zwischen 4 und 14 Eiern. Die Eier werden während der Entnahme aus dem Ablagesubstrat mit einem weichen Bleistift an der Oberseite mit dem Ablagedatum und einer Nummer versehen, um ein versehentliches Verdrehen zu vermeiden und sie ihrem Legedatum auch später sicher zuordnen zu können.

Bisher betrugen die Abmaße der Eier nach der Ablage um die 30x 20 mm bei einem Gewicht von durchschnittlich 6,6 g. Nur gerade erst gelegte Eier werden sofort vermessen; ist das Gelege älter als 12 Stunden, sehe ich davon ab, um die Entwicklung der Eier nicht zu stören.

Zeitigung

Mein selbstgebauter Inkubator. Die Aufnahme ist vom August 2007, weswegen sich darinnen auch Eier von Kinosternon bauri befinden. Inzwischen halte ich aus Platz- und auch Zeitgründen keine anderen Schildkrötenarten mehr

Die Eizeitigung erfolgte bisher in einem einfachen Inkubator (s. Abb.) nach BUDDE (1980, zit. bei KÖHLER, 2004). Dieser besteht aus einem alten, rundum durch Styropor-Platten isolierten 25-l-Aquarium, das zu einem Drittel mit Wasser gefüllt ist und durch einen handelsüblichen regelbaren Aquarienheizstab beheizt wird. Ein kleiner Innenfilter fungiert als Umwälzpumpe, um den gesamten Wasserkörper auf die gleiche Temperatur zu bringen. Die relative Luftfeuchte im Inkubator liegt zwischen 89 und 96 %. Auf ein paar Ziegelsteinen stehen oberhalb der Wasseroberfläche die bekannten Grillenschachteln, die zuerst mit möglichst grobkörnigem Vermiculit befüllt waren; inzwischen verwende ich das Substrat des Eiablageplatzes. Dieses wird, falls nötig, vor der Einbettung der Eier mit handwarmem Wasser geringfügig (!) angefeuchtet, so dass es erdfeucht ist – denn bei ständig gleichmäßig hoher Substratfeuchte können die Eier verfrüht aufreißen:

Wegen zu hoher Substratfeuchte riss dieses Ei kurz vor dem eigentlichen Schlupftermin vorzeitig auf; der Embryo überlebte leider nicht

Da das Geschlecht bei Chelodinen nicht von der Temperatur abhängig, sondern genetisch fixiert ist (SYMANSKI, 2004), liegen die Inkubations­temperaturen bei 29 bis 32 °C und sinken in der Nacht, wenn der Heizer abgeschaltet ist, auf 26 bis 27,5 °C. Die Temperatur wird mit einem normalen Aquarien- und einem digitalen Differenzthermometer überwacht. (Damit handelt es sich um eine offene Temperatursteuerung, welche auf meine Kontrolle angewiesen ist. Deshalb ist die Anschaffung eines Flächenbrüters geplant, der eine tägliche Temperaturkontrolle erübrigen sollte.)

Die Entwicklung der Eier (Ausbildung der typischen Befruchtungsmerkmale) setzt recht spät ein, bei einigen Gelegen bis zu 4 Wochen nach der Ablage. Deswegen lasse ich die Eier so lange wie möglich (d.h. bis sie platzen) im Inkubator. Augenscheinlich nicht befruchtete Eier werden dennoch von den anderen isoliert. Selbstverständlich wird der Inkubator täglich kontrolliert.

Unbefruchtete Eier bleiben mehr oder weniger (milch-)glasig gelblich, befruchtete zeigen, wie bei vielen anderen Schildkrötenarten auch, nach einer gewissen Zeit einen weißen Fleck, der sich dann innerhalb von ca. 1 bis 2 Tagen zu einem Ring um den „Äquator“ des Eies erweitert. Dieser Ring verbreitert sich dann, sodass die Eier nach ungefähr 3 bis 4 Tagen völlig weiß sind (diese Befruchtungsmerkmale sind aber nicht immer so eindeutig zu erkennen!).

Gelege von Mitte Februar 2010 (oben) und Weihnachten 2009 (unten) im Inkubator. Gut zu erkennen ist die unterschiedliche Färbung der befruchteten und unbefruchteten Eier

Während des Keimlingswachstums nimmt die Größe der Eier etwas zu. Dabei zerspringt spätestens nach ungefähr drei Monaten nach und nach die äußere Kalkschicht der Eier in kleine „Felder“; sie werden dadurch leicht elastisch.

Die Befruchtungsrate bei rechtzeitig geborgenen Eiern lag bisher (je nach Gelege) bei 60 bis 90 %. Nachdem ich mein Weibchen 3 Monate getrennt vom Männchen hielt, legte es trotzdem am 1. 12. 2006 fünf Eier, von denen 3 befruchtet waren. Auch bei dieser Art findet also eine Samenspeicherung (Amphigonia retardata) statt.

Schlupf

Der Schlupfvorgang zieht sich über mehrere Stunden, manchmal sogar Tage hin. Weil sonst die Schlüpflinge mit ihrem Dottersackrest möglicherweise an der Eischale haften bleiben und das Ei dann nicht verlassen können, benetze ich die Eischale vorsichtig per Pipette mit etwas Wasser, wenn der Schlüpfling das Ei weit genug geöffnet hat und Atembewegungen zeigt.

Schlüpfende Chelodinchen. Das Substrat ist in diesem Falle Vermiculit (Übrigens: Die Aussprache ändert sich nicht, wenns englisch geschrieben steht – also mit einem zusätzlichen e am Ende. Das gilt übrigens auch für Listerin, Paludrin, Silikon oder andere chemische Bezeichnungen…)

Leider schlüpften aus den ersten drei Gelegen (2007) mit 21 gezeitigten Eiern nach 98 bis 110 Tagen nur 4 Jungtiere (Von diesen lebt inzwischen nur noch eines). Diesen bedauerlichen Umstand führe ich auf möglicherweise zu hohe und vor allem konstante Zeitigungstemperaturen zurück (wie sich herausstellte, war das Digitalthermometer des Inkubators defekt und zeigte zu niedrige Temperaturen an). Erhärtet wird diese Annahme durch die Hinfälligkeit der Tiere. Lediglich ein Exemplar entwickelte sich prächtig. Alle anderen verstarben bereits im Ei bzw. mehr oder weniger bald nach dem Schlupf. Mögliche weitere Gründe waren fehlendes UV-Licht und eine vielleicht nicht ausreichende Ernährung des Muttertieres.

Nach Umstellung der Ernährung, Installation von UV-Licht und verbesserter Inkubationsmethode (Tag- und Nachtschwankungen der Temperaturen!) schlüpften aus Gelege (Anfang August 2007 gelegt) vom 20. bis 28. Oktober sechs wesentlich kräftigere Jungtiere. Dennoch wiesen sie (wie bisher fast alle Schlüpflinge) Beschilderungsanomalien auf – besonders an den distalen Vertebralen und Costalen (Möglicherweise ist das darauf zurückzuführen, dass die Elterntiere eventuell Geschwister sind und beide ebenfalls Anomalien aufweisen und die Zeitigungstemperaturen immer noch zu hoch waren):

Die Schlüpflinge weisen eine ausgeprägte Querfaltung des Plastrons auf. Diese verschwindet innerhalb weniger Tage, spätestens nach den ersten Futteraufnahmen.

Oft fragt man sich, wie ein solches Tierchen in sein Ei passt. Ganz einfach: Es ist quer gefaltet

Aufzucht

Unterbringung

Auf eine Zwischenhälterung unter halbsterilen Bedingungen nach dem Schlupf in irgendwelchen Plastikdosen o.ä. Behältnissen habe ich mittlerweile verzichtet. Gleich nach dem Schlupf werden die Jungtiere in 33 x 50 cm große Aufzuchtbecken überführt und bei 6 bis 10 cm Wasserstand in Gruppen (zurzeit von je drei Tieren) getrennt gehalten.

Das Wasser wird in einem Außenfilter über Kokosfaser gefiltert, wodurch es sehr huminstoffhaltig ist. Vermutlich hat dieser hohe Huminstoffgehalt des Wassers bisher Pilz- oder bakterielle Infektionen verhindert.

Beleuchtet werden die Becken mit einer normalen Tageslicht-Leuchtstofflampe. Die Temperatur beträgt 26 bis 28°C. Als Sonnenplatz dienen Korkrindenstücke; als Wärmestrahler werden kleine Halogenleuchten eingesetzt. Die UV-Versorgung gewährleistet eine Osram-Ultra-Vitalux-Lampe.

Die Becken enthalten einen reich mit Tradescantia und Scindapsus bepflanzten Landteil. Die ins Wasser hängenden Triebe bilden reichlich Adventivwurzeln aus, die der Beckenstrukturierung dienen. Des Weiteren sind Schwimmpflanzen (Lemna minor, Riccia fluitans) und Javamoos vorhanden. Auf Bodengrund wurde bisher verzichtet.

Ernährung

Zwischen 3 und 7 Tagen nach dem Schlupf erfolgte bisher die erste Futteraufnahme. Ein großes Problem ist es, die Schlüpflinge ans Futter zu bekommen. Um sie zur Nahrungsaufnahme zu animieren, ist Lebendfutter unerlässlich. Besonders geeignet sind Artemien, Wasserflöhe und rote Mückenlarven. Leider ist dieses Futter nicht besonders kalziumreich, weshalb nach Möglichkeit bald zu angereichertem Frostfutter (rote, weiße und schwarze Mückenlarven, Mysis, Artemien, Daphnien, kleinste Marmorkrebse, Kristallgarnelen) übergegangen wird. Wenn dieses angenommen wird, lassen sich die Tiere danach auch bald an den erwähnten Futterpudding gewöhnen, der mit .

Kleine, lebende Guppys und Marmorkrebse sollten nur kontrolliert verfüttert werden. Wenn sie im Becken größer werden, belästigen sie die kleinen Schildkröten so stark, dass diese spürbar im Wachstum zurückbleiben (Lau, 2007).

Gefüttert wird in den ersten Wochen und Monaten täglich. Bis wirklich alle Tiere ans Futter gehen, wird etwas mehr verfüttert, als der Kopf der Tiere groß ist. Danach wird, um ein übermäßiges Wachstum und damit irreparable Organ­schäden zu ver­meiden, auf eine sparsamere, aber aus­reichende Fütterung geachtet. Gelegentlich werden auch Fasttage eingelegt.

Relativ schnell (innerhalb von 4 bis 5 Wochen) werden die (futterfesten) Tiere zutraulich und zeigen das gleiche Bettelverhalten wie ihre Eltern – mit den entsprechenden Konsequenzen.

Beobachtungen während der Aufzucht

Zwei der ersten Mai-Schlüpfinge („Knut“ und „Lars“) übernahmen K. und A. Lau, deren Erfahrungen bei der Aufzucht hier zitiert werden:

„Während der gemeinsamen Haltung in beschriebenem Becken zeigten sich zunächst keine Aggressionen, die Tiere gingen sich weitestgehend aus dem Weg und fraßen beide gut.

Nach ca. 3 Wochen zeigte sich, dass das kleinere Tier im Wachstum zurückblieb. Zudem versteckte sich es sich auch sehr oft und war nicht so bewegungsfreudig und lebhaft wie das größere. Daher wurden die beiden am 08.05.2007 getrennt. Das klei­nere Tier kam in ein zweites 60x30x30cm-Becken, dass ähnlich eingerichtet war wie das erste. Dort versteckte es sich weiterhin sehr viel und legte ein recht passives Verhalten an den Tag. Am 17. Mai zeigte sich, es nicht mehr tauchen konnte. Es hatte deutlich Auftrieb und konnte sich nur mit viel Mühe nach unten arbeiten, aber nicht dort bleiben. Fressen war dadurch so gut wie unmöglich. Nach einem Tierarztbesuch stand fest, dass das Tier eine schwere Rachitis hatte und ihm nicht zu helfen war. Daraufhin wurde es euthanasiert.

Das verbliebene Exemplar dagegen (…) entwickelte sich weiterhin recht gut.“ (Lau, 2007)

Die hier erwähnten rachitischen Probleme dürften auf anfängliche Haltungsfehler bei den Elterntieren (fehlendes UV-Licht, dadurch nicht ausreichende Kalzium­versorgung der sich entwickelnden Eier) zurückzuführen sein; die nach Umstellung der Haltungsbedingungen und Optimierung der Ernährung im Oktober 2007 geschlüpften Jungtiere erwiesen sich im Gegensatz zu obigen Ausführungen (vorerst) als relativ unkompliziert. Leider überlebte wohl nur ein Schlüpfling (“Bosse”) bis heute.

Die (futterfesten) Schlüpflinge wachsen bei entsprechender Fütterung relativ rasch heran. Erste Wachstumsringe an den Carapaxschilden konnten nach 8 Wochen festgestellt werden. Dennoch muss darauf geachtet werden, dass die Tierchen nicht zu schnell wachsen. Ein Schlüpfling ist möglicherweise deshalb verstorben. Auch sonst war die Sterblichkeit in den ersten Monaten ziemlich hoch, von insgesamt 34 Nachzuchten haben möglicherweise nur 6 überlebt (mir fehlen allerdings Rückmeldungen zweier Halter).

Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere mit Panzerlängen von 14 (♂♂) bzw. 18 cm (♀♀) (Szymanski, 2004). Merkwürdigerweise haben meine beiden Tiere genau diese Maße…

Quellen

Die verschiedenen Postings zum Thema Chelodina mccordi entstammen einer Veröffentlichung in der SACALIA, wurden aber natürlich für diese Internetpräsenz aktualisiert. Es ist mir ein Bedürfnis, den verschiedenen Beteiligten auch an dieser Stelle zu danken.

Und es ist natürlich eine Selbstverständlichkeit, auch hier die verwendeten Quellen für besagten Artikel und mithin der Beiträge auf dieser Internetpräsenz zu nennen.

Danksagungen

Mein Dank gilt KARIN u. AXEL LAU (Berlin) für die freundliche Übernahme zweier Schlüpflinge, ihren Bericht über deren weitere Entwicklung und für die Korrektur genannten Artikels, STEPHAN BÖHM (Wiener Neustadt), der mich zur Niederschrift desselbigen anregte und mich dabei mit Rat und Tat unterstützte und ANDREAS BUDISCHEK und GERHARD SCHAFFER für dessen Veröffentlichung in der SACALIA.

Des Weiteren bedanke ich mich für die Bereitstellung von Literatur und viele nützliche Hinweise und Anregungen bei CHRISTOPHE BOURDOISEAU (Berlin), WIM FONTIJNE (Schiedam); BARBARA HAINDL (Gleinstätten), JOACHIM LANGULA (Erfurt), ELMAR MEIER (Münster), OLIVER RÖMPP (Aalen-Dewangen), PETER SILHENGST (Aschersleben), Dr. ULLRICH THIEME (Potsdam), MARTIN LEONHARD VOSS (Wuppertal) und ANTONIA ZINKER (Berlin).

Und ganz besonders danke ich PHAT für das Design dieser Website und die unendliche Geduld mit mir und meinem Hobby.

Literatur

CANN, J. (1998): Australian freshwater turtles. Beaumont Publ., Singapore.

FUKAREK, FRANZ ET AL. (1979): Die Pflanzenwelt der Erde. Urania-Verlag. Leipzig, Jena, Berlin.

HAACK WELTATLAS, 1982, 4. Aufl.

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KÖHLER, G. (2004): Inkubation von Reptilieneiern. Grundlagen, Anleitungen, Erfahrungen. 2. erw. überarb. Aufl. Herpeton, Verlag Elke Köhler. Offenbach.

LANGULA, J. (1990): Haltungserfahrungen mit australischen Schlangenhals­schildkröten (Chelodina longicollis) sowie gelungene Nachzucht der Neuguinea-Schlangenhalsschildkröte (Chelodina novaeguineae). elaphe Nr. 1/1990, S. 1-4

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WALLACE, A. R. (1867): Der Malayische Archipel: Die Heimath des Orang-Utan und des Paradiesvogels. Reiseerlebnisse und Studien über Land und Leute. Verlag der Pioniere. Berlin (Man möge mir die Schleichwerbung an dieser Stelle verzeihen, aber ich habe diese Neuausgabe selbst mit bearbeitet.)

WALTER, H., BRECKLE, S.-W. (1991): Ökologie der Erde. Bd. 2: Spezielle Ökologie der Tropen und Subtropen. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart

Links (sofern nicht in den einzelnen Posts aufgeführt)

RÖMPP, O: http://www.chelodina.com/

ZWARTREPOORTE, H. (2005): The Roti island Snake-necked turtle (Chelodina mccordi). Current ex situ status and future in Europe: http://www.turtlesurvival.org/Chelodinamccordistatus+ESFstudbook.pdf

EUROPEAN STUDBOOK FOUNDATION: http://www.studbooks.org/

Klimadiagramme: Klimadiagramm Kupang (I), Klimadiagramm Kupang (II)

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