“Bosse”, einer der beiden bei mir verbliebenen Nachkömmlinge meines Chelodinenpärchens, hat eine neue Futterquelle erschlossen: Die Kahmhaut, die sich gelegentlich auf dem Wasser meines Nachzuchtbeckens bildet, wenn die Leistung des Filters nachlässt.

Es ist mir deshalb aufgefallen, weil er beim Fressen der Kahmhaut Geräusche produziert, als würde jemand alle Viertel Minute auf einen nassen Schwamm treten. Wie das Tierchen auf die Idee gekommen ist, sich mal eben zwischendurch einen Bakterienrasen- und Pantoffeltierchen-Imbiss zu gönnen, habe ich noch nicht herausfinden können.

Der Grund jedenfalls dürfte ein ziemlich nahe liegender gewesen sein: Ich vermute, dass das Tierchen während einer knapp einwöchigen Abwesenheit meinerseits (in welcher sich niemand fand, die Tiere zu füttern),  ”auf den Geschmack gekommen” ist.

“Bosse” beim Kahmhautfressen (- zum Abspielen des Films einfach auf das Bild klicken)

Not macht eben erfinderisch.

Übrigens: Sein Geschwister (“Knut”) zeigt zwar lebhaftes Interesse am Verhalten seines “Bruders”, hat aber bisher noch nicht “gekostet”.

Seit Anfang April leiste ich mir den kleinen Luxus immer mal wieder, an die Karower Teich zu fahren. Nachdem ich schon ein Weilchen dort nicht mehr zugegen sein konnte, war ich doch recht positiv überrascht, dass sich hier einiges getan hatte: Neue Beobachtungsplattformen, bessere Erschließung für Pankeweg-Radfahrer, die von Blankenburg kommen, Krötentunnel und eine Baustelle, die es bei knappem Zeitbudget wirksam verhindert, auch mal anschließend an der “Moorlinse” einen Blick durchs Fernglas zu riskieren.

Am 1. April war ich das dieses Jahr das erste Mal dort. Zwar mit Fernglas, aber nicht mit meiner “großen” Kamera. Danach erfolgten Begehungen am 8., 17., 25. und 30. April.

Rothalstaucher auf dem Ententeich

Im Folgenden liste ich meine Beobachtungen in mehr oder minder systematischer Reihenfolge auf (orientiert an den Roten Listen des Landes Brandenburg); in Zukunft werde ich diese größtenteils in tabellarischer Form hier “veröffentlichen”.

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Luftbild der Karower Teiche. Zum Vergrößern einfach aufs Bild klicken

Jedesmal, wenn ich Freunde in Schwanebeck besuchen will, fahre ich dran vorbei: Ein Naturschutzgebiet, grad mal 128 ha „groß“: Vier Teiche (Schilfteich, Ententeich, Inselteich, Weidenteich), drumherum Erlenbruchwald, Weidengebüsche, Wiesen, Hecken, Gebüsche, Gräben. Eigentlich erstmal nichts besonderes, wenn man es großräumig betrachtet; das gibt es fast überall in Brandenburg – und meist deutlich großflächiger. Aber: Da gibt es „dummerweise“ eine Landesgrenze, die nicht weit entfernt ist. Die Karower Teiche befinden sich in Berlin; und für Berlin sind 128 ha Naturschutzgebiet eine doch recht große Fläche.

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Uhu

Heute ist mir etwas höchst unwahrscheinliches (=unglaubliches) passiert:

Ich sitze am Rechner und murkel an einem Vortrag über meine Schildkröten herum – und draußen im Hof ruft ein Uhu. Natürlich denke ich mir erstmal nichts dabei. Dass hier in Berlin mittendrin ein Uhu ruft, ist genauso wahrscheinlich wie ein röhrender Hirsch im Mauerpark; denn der Uhu ist auf den Roten Listen des Landes Berlin noch nicht einmal als ausgestorbene Art aufgeführt (OTTO, WITT, 2002).

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Mein Chelodinenweibchen hat sich endlich dazu durchgerungen, mal wieder befruchtete Eier zu legen. Das ist höchst erfreulich, da es im vergangenen Jahr ewig nicht geklappt hat.

Die oberen Eier sind größtenteils befruchtet. Das erkennt man an den weißen Flecken oder Binden. Die unteren Eier sind vom vorigen Gelege (26.12.09) und haben diese Merkmale nicht

Hoffentlich sind die zu erwartenden Schlüpflinge auch gesund…