“Bosse”, einer der beiden bei mir verbliebenen Nachkömmlinge meines Chelodinenpärchens, hat eine neue Futterquelle erschlossen: Die Kahmhaut, die sich gelegentlich auf dem Wasser meines Nachzuchtbeckens bildet, wenn die Leistung des Filters nachlässt.

Es ist mir deshalb aufgefallen, weil er beim Fressen der Kahmhaut Geräusche produziert, als würde jemand alle Viertel Minute auf einen nassen Schwamm treten. Wie das Tierchen auf die Idee gekommen ist, sich mal eben zwischendurch einen Bakterienrasen- und Pantoffeltierchen-Imbiss zu gönnen, habe ich noch nicht herausfinden können.

Der Grund jedenfalls dürfte ein ziemlich nahe liegender gewesen sein: Ich vermute, dass das Tierchen während einer knapp einwöchigen Abwesenheit meinerseits (in welcher sich niemand fand, die Tiere zu füttern),  ”auf den Geschmack gekommen” ist.

“Bosse” beim Kahmhautfressen (- zum Abspielen des Films einfach auf das Bild klicken)

Not macht eben erfinderisch.

Übrigens: Sein Geschwister (“Knut”) zeigt zwar lebhaftes Interesse am Verhalten seines “Bruders”, hat aber bisher noch nicht “gekostet”.

Blick auf den neuen Ostflügel. Wie so oft bei solchen Bauvorhaben wird auch nach der Eröffnung immer noch ein bisschen dran gebastelt. (Zum Vergrößern einfach aufs Bild klicken)

Endlich ist es soweit. Berlin hat 60 Jahre nach Kriegsende, pünktlich zum 200. Geburtstag des Museums für Naturkunde, eine Kriegsruine weniger. Der Ostflügel des Museums ist wieder- oder besser: neuerrichtet worden.

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Endlich hat das Museum für Naturkunde wieder eine würdige Sonderausstellung:  ”Parasiten – Life Undercover”.

Über den (meines Empfindens) klitzekleinen Wermutstropfen schreib ich mal besser gleich vorneweg: Bei der Konzeption der Ausstellung hat man leider nur ungenügend berücksichtigt, dass der Ausstellungssaal auch eine dritte Dimension hat: die Höhe! Ein paar beleuchtete Stelen erschließen diese nur ungenügend; es fehlt etwas, was den Blick nach oben lenkt. Die beiden höchst anschaulichen, riesigen Zecken-Modelle, die dieses Manko hätten füllen können, wurden leider ins Foyer verbannt.

Aber egal: Die Ausstellung ist dennoch m. E. sehr gelungen. Nicht nur die “Klassiker” wie die verschiedensten parasitischen Würmer, Läuse oder Milben werden sehr aufschlussreich “behandelt”, sondern auch solche “Exoten” wie der “Zungenkrebs” oder der Madenhacker. Besonders interessant ist, dass auch lebendes “Ungeziefer”, wie Schmeißfliegen, Zecken, Bettwanzen und Flöhe zu sehen sind. Nicht vergessen wurde, dass Parasiten auch unter “höheren” Wirbeltieren zu finden sind; denken wir mal nur eben an den Kuckuck oder den Vampir. Und besonders erfreulich: Auch die offizinale Verwendung von Parasiten wird erläutert – ein schönes Beispiel ist der (im wahrsten Sinne des Wortes) Medizinische Blutegel.

Wer Zeit und vielleicht sogar Lust hat, sich mit einem solch “unappetitlichen” Thema auseinanderzusetzen, sollte sich sputen: Die Ausstellung geht (leider!) nach dem 25. Juli auf Wanderschaft. Normalerweise “halten” Sonderausstellungen im Museum für Naturkunde deutlich länger; aber im September wird der Ostflügel des Museums eröffnet, weshalb diesmal etwas früher “die Zelte abgebrochen” werden müssen, um dieses Ereignis mit einer entsprechenden neuen Sonderausstellung zu würdigen.

Also, lieber geneigter Rezipient dieser Internetpräsenz: Spute Dich! Es wäre schade, diese m.E. spannende kurze Sonderausstellung zu verpassen.

Heute fanden wir bei Kartierungsübungen in Spandau eine Bernsteinschnecke (Succineidae spec.) in einem Seggenbestand. Eigentlich nichts besonderes; diese Schnecken sind nicht eben selten. Aber diese Schnecke klebte höchst exponiert auf einem Pflanzenstängel, und statt eines normalen rechten Fühlers befand sich dort ein höchst auffällig pulsierendes Etwas: Die Schnecke war infiziert mit einer Saugwurm(-Trematoden)larve, und zwar von Leucochloridium macrostomum.

Bernsteinschnecke, infiziert mit Leucochloridium macrostomum (Die miese Bildqualität bitte ich zu entschuldigen). Dazu gibt es einen kleinen Film – einfach aufs Bild klicken

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Seit Anfang April leiste ich mir den kleinen Luxus immer mal wieder, an die Karower Teich zu fahren. Nachdem ich schon ein Weilchen dort nicht mehr zugegen sein konnte, war ich doch recht positiv überrascht, dass sich hier einiges getan hatte: Neue Beobachtungsplattformen, bessere Erschließung für Pankeweg-Radfahrer, die von Blankenburg kommen, Krötentunnel und eine Baustelle, die es bei knappem Zeitbudget wirksam verhindert, auch mal anschließend an der “Moorlinse” einen Blick durchs Fernglas zu riskieren.

Am 1. April war ich das dieses Jahr das erste Mal dort. Zwar mit Fernglas, aber nicht mit meiner “großen” Kamera. Danach erfolgten Begehungen am 8., 17., 25. und 30. April.

Rothalstaucher auf dem Ententeich

Im Folgenden liste ich meine Beobachtungen in mehr oder minder systematischer Reihenfolge auf (orientiert an den Roten Listen des Landes Brandenburg); in Zukunft werde ich diese größtenteils in tabellarischer Form hier “veröffentlichen”.

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